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Wie befülle ich meine Elektronische Patientenakte?

Eigene Daten und Daten vom Arzt

Bei der ePA handelt es sich dem Grunde nach um eine arztgeführte Akte (zum Begriff siehe TI-Community). Das heißt, dass Deine Inhalte in erster Linie vom Arzt kommen sollten, damit sichergestellt ist, dass die in der ePA enthaltenen Daten medizinisch korrekt sind. Gleichwohl können einige (ältere) medizinische Dokumente auch von Dir aufgespielt werden. Aber auch diese Daten kommen letztendlich von einem Arzt und sollten entsprechend gekennzeichnet werden.

Als Anwender mußt Du folglich solche Daten unterscheiden, die direkt von Deinen Ärzten auf die ePA übertragen werden und solchen Inhalten, die Du selbst aufspielst (z.B. alte Ausdrucke von Arztdokumenten).

Für die unterschiedlichen Quellen gibt es in der ePA unterschiedliche Ordner. Nachfolgend eine Übersicht, wie die jeweiligen Daten auf Deine ePA kommen:

  1. Daten, die Dein Arzt auf die ePA überträgt
    Dein Arzt kann unterschiedliche medizinische Inhalte von Dir auf Deine ePA aufspielen. Das sind in erster Linie PDF-Dokumente (digitales „Papierdokument“), die von Suchprogrammen gelesen werden können. Beispiele sind ein Befund oder ein Arztbrief. Diese Inhalte „druckt“ der Arzt direkt aus seinem Arztsystem in die ePA. Folglich kann er nur Inhalte aufspielen, die in seinem Arztsystem enthalten sind. Theoretisch können auch Dokumente vom Arzt in die ePA übertragen werden, die der Arzt von anderen Ärzten erhalten hat und die er in sein Arztsystem eingescannt hat (z.B. Entlassungsbericht eines Krankenhauses). Zu Inhalten früherer Ärzte von Dir siehe weiter unten.
    Weitere Daten, die ausschließlich der Arzt aufspielen kann, sind – abhängig von der Version der ePA (1.0, 2.0, 3.0): Ein Medikationsplan, Notfalldaten, ein Impfpass, ein Mutterpass oder ein Zahnbonusheft. Künftig werden auch noch weitere neue Informationstypen hinzukommen.
    Beachte: Du mußt Deinen Arzt bzw. Deine Ärzte auffordern, die Inhalte in Deine ePA zu übertragen. Von selbst werden sie dort nicht aufgespielt. Dies geht natürlich nur dann, wenn Du bereits eine ePA erfolgreich angemeldet hast (vgl. dazu diesen Artikel).
  2. Schreibrechte des Arztes
    Damit der Arzt die Daten für Dich aufspielen kann, muss er Schreibrechte besitzen. Diese kannst Du in deiner App selbst anlegen – oder der Zugriff wird vor Ort gewährt (mit Deiner Elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und der dazugehörigen PIN). Für letzteren Fall besitzt Dein Arzt einen so genannten Konnektor. Um Daten aufzuspielen solltest Du sicherheitshalber Deine eGK zum Arzt mitnehmen – zumindest beim ersten Aufspielen von Inhalten. Beim ersten Aufspielen von Daten auf die ePA bekommt Dein Arzt auch ein paar Euro von der Krankenkasse. Wir (= Michaela & Oliver, die Initiatoren des ePA-Magazins) legen privat auch noch gerne etwas Geld obendrauf für die Teamkasse der Praxis. Der Grund ist einfach: Die Ärzte und ihr Team werden nach unserer Auffassung aktuell noch nicht wirklich gut für diese Arbeit entlohnt. Da uns das Ganze selbst zugute kommt bzw. zugute kommen soll, halten wir einen eigenen Beitrag für fair.
  3. Daten von ehemaligen Ärzten
    Vielleicht hast Du im Laufe der Zeit mehrfach Deine (Haus-)Ärzte gewechselt. Dann solltest Du diese – wenn sie aus Deiner Sicht wichtige Unterlagen besitzen sollten – kontaktieren. Es gibt mehrere Wege, wie Du dann Deine Daten in die ePA übertragen kannst: Indem Du die Unterlagen ausdrucken läßt, sie einscannst und anschließend selbst aufspielst (siehe im folgenden) oder in dem Du darum bittest, dass die Ärzte die alten Unterlagen direkt auf die ePA aufspielen. Pragmatischer scheint in vielen Fällen der erste Weg zu sein.
  4. Daten, die Du selbst auf die ePA aufspielst
    Gerade am Anfang kann es sinnvoll sein, die einen Teil Deiner (alten) Papier-Dokumente einzuscannen, um sie anschließend auf die ePA hochzuladen. Das klingt allerdings einfacher als es sich anhört, denn diesen Schritt solltest Du sorgfältig vorbereiten: Das fängt beim Scannen an, denn die Dokumente sollten nicht zu datenintensiv sein. Zudem solltest Du die Benennung der Dateien gut überlegen. Schließlich mußt Du auch noch überlegen, ob Du den Dokumenten Metadaten zufügen willst – und vor allem welche.

Bitte lies Dir dazu den diesbezüglichen mehrteiligen Artikel durch, um den Upload eigener Dokumente bestmöglich vorzubereiten und durchzuführen.

Du möchtest möchtest die Zugriffsrechte für Deine Dokumente regeln?

Klicke hier, um im nächsten Basics-Beitrag mehr über dieses Thema zu erfahren.

Wer darf den Inhalt meiner elektronischen Patientenakte ansehen?

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