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Wer darf den Inhalt meiner elektronischen Patientenakte ansehen?

Granulare Rechtevergabe

Vorab: Seit dem Start der ePA 2.0 Anfang 2022 hast Du die volle Kontrolle darüber, welcher Arzt welche Dokumente und Daten sehen kann – und wer nicht. Niemand außer Dir selbst bestimmt dies. Selbst der Arzt, der Deine Informationen auf die ePA aufgespielt hat, kann nicht ohne weiteres auf die ePA-Daten zugreifen, wenn Du ihm die diesbezüglichen Rechte entziehen solltest. Dazu muss man allerdings sagen, dass jeder Arzt, der etwas auf Deine ePA aufspielt, die gleichen Daten als Original noch in seinem Arztsystem hat. Die Rechte zu entziehen ist also nicht wirklich sinnvoll.

Jedes Dokument individuell freigeben

Eine Übersicht, wie die feingranulare Rechtevergabe im Detail funktioniert, erhälst Du im folgenden (die Darstellung kann je nach Hersteller der ePA etwas anders gestaltet sein):

Step 1

Innerhalb der ePA kannst Du die Berechtigungssteuerung aufrufen. Hier kannst Du zwischen Arztpraxen (oben) und sonstigen Personen wählen (unten). Oben kannst Du nun einen Arzt auswählen, dem Du Daten freigeben möchtest.

Step 2

Auf dem nächsten Bildschirm kannst Du einen Arzt suchen. Gib den gewünschten Namen ein, dann werden Dir die Ärzte mit diesem Namen angezeigt. Deinen Arzt kannst Du nun auswählen. 

Step 3

Auf dem Profil Deines Arztes kannst Du nun einstellen, was Du ihm für welchen Zeitraum freigeben möchtest. 

Step 4

Auf der Dokumenten-Auswahlliste kannst Du nun die Dokumente markieren, die Dein Arzt sehen soll. 

Wie ist es im Notfall?

Die granulare Rechtevergabe bedeutet:

  • Du steuerst, wer was sehen darf und wer nicht. Was aber ist, wenn Du im Urlaub einen schweren Unfall hast? Dann kannst Du dem Dir bislang unbekannten Arzt natürlich nicht noch vorab wichtige Dokumente freischalten. Aus diesem Grund besitzt die ePA in Zukunft noch einen Notfalldatensatz im Sinne einer so genannten Patientenkurzakte: Ärzte können dann auf die Notfalldaten Deiner ePA zugreifen, ohne dass Du vorher Dokumente an die Notfallärzte freigegeben hast.
  • Eine wichtige Variante ist die Möglichkeit, dass Du andere Menschen bevollmächtigst, Deine Elektronische Patientenakte mit Dir zusammen oder auch für Dichzu führen. So können z.B. Verwandte im Fall der Fälle Deine Elektronische Patientenakte für ein Krankenhaus oder einen Notfallarzt freischalten.
  • Beachte: Aktuell kann dieser Notfalldatensatz nur auf der Elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert werden. Du musst Deinen Arzt daher bitten, entsprechende Daten auf Deine eGK aufzuspielen.

Du möchtest mehr über die Sicherheit der Elektronischen Patientakte erfahren?

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Wie sicher ist die Elektronische Patientenakte?

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